(Montag, 11. Juli bis Mittwoch, 13. Juli 2016)
Im Ausland auf vertraute Gesichter aus der Heimat zu treffen ist immer schön. Dann auch noch ein paar Tage mit ihnen verbringen zu können, umso mehr.
Am Montag ging es am späten Nachmittag zum Flughafen, von wo aus ich meine Reise an die Gold Coast startete. Ich stieg dieses Mal eine Station vor dem Domestic Airport aus und lief den Rest zu Fuß (Mascot, ca. 20 Minuten). Mit leichtem Gepäck durchaus machbar und man spart eine Menge Geld, fast 13$ um genau zu sein. Innerhalb einer guten Stunde erreichte ich mein Ziel und wurde von Chris an der Busstation in Surfers Paradise abgeholt und zusammen machten wir uns auf den Weg zu dem Restaurant in dem Steffi arbeitet. Seltsam, eine so gute Freundin auf der anderen Seite der Welt in einer unbekannten Gegend wieder zu sehen und dann ist es doch gleichzeitig irgendwie so normal als wären wir daheim. Der restliche Abend verlief nach einer kurzen Tour durch den Kern der Stadt eher ruhig, nach so einer langen Zeit hat man sich ja auch einiges zu erzählen... :)
Für Dienstag und Mittwoch hatte Steffi sich extra frei genommen, sodass wir unsere Tage zusammen verplanen konnten. Dienstag fuhren Steffi, Chris und ich mit einem Mietwagen nach Noosa an der Sunshine Coast, ca. 3,5h nördlich von Surfers Paradise. Die Sunshine Coast machte ihrem Namen dann auch alle Ehre. War es zuvor noch bewölkt und mäßig warm, tat die Sonne ihr Bestes nachdem wir das Straßenschild passierten. Auf 25°C waren wir nicht vorbereitet, Shorts, T-Shirt und Badesachen nicht in unserem Gepäck. Das hielt uns aber nicht davon ab, an der Küste des Noosa National Parks entlang zu laufen, das Wetter zu genießen und einen wilden Koala in einem Baum zu entdecken. Zugegebenermaßen waren es nicht wir, die mein australisches Lieblingstier sichteten, sondern andere Touristen, aber ihr könnt euch vielleicht meine Freude über diesen Fund vorstellen! Und wenn nicht: Riesengroß!!! Unglaublich toll so ein Tier in freier Wildbahn zu sehen, vor allem an einem Ort, wo man überhaupt gar nicht damit rechnet. Sehr auffällig sind sie nämlich nicht, schlafend inmitten der Zweige und Blätter. Dieser Koala war sogar recht aktiv. Ich weiß nicht ob es daran lag, dass er sich durch seine Beobachter gestört fühlte oder wirklich einfach eine Pause vom Schlafen einlegte bzw. seine Schlafposition just in dem Moment veränderte. Jedenfalls hat mich diese Begegnung für den Rest des Tages ziemlich glücklich gestimmt.
Nach unserer kleinen Wanderung haben wir uns am Strand von Noosa gestärkt und machten uns bei einem der schönsten Sonnenuntergänge wieder auf den Weg zurück an die Gold Coast. Insgesamt hat es mir dort sehr gut gefallen, Noosa selbst ist ein wunderschöner Ort mit wunderschönen Häusern und Bootsanlegern entlang von wunderschönen Kanälen. Und der Strand ist auch nicht schlecht ;)
Steffi und ich ließen den Abend bei Max Brenner ausklingen, einem Café spezialisiert auf Schokolade. Himmlisch! Das legendäre Nachtleben von Surfers Paradise ließen wir links liegen, denn in Sporthose und Sneakers durch die Clubs zu ziehen schien uns nicht die beste Idee, wenn man die aufgetakelten Damen betrachtete, die um Einlass baten.
Mittwoch gingen Steffi und ich im Q1 Building, dem höchsten Gebäude an der Küste, auf der Skypoint Aussichtsplattform frühstücken. Nicht viel teurer als der normale Eintritt und somit lohnenswert. Das Frühstück war okay, der Kaffee ziemlich grottig, dafür der Ausblick umso besser. Klare Sicht, ein schöner Himmel und ein guter Überblick der Region. Was mich an Surfers Paradise so fasziniert, ist, dass einige wirklich hohe Häuser direkt am Strand stehen und diese Stadt nicht so eine Wirkung hat wie andere Städte, die Hochhäuser haben. Die hohen Gebäude sind verteilt, liegen nicht dicht an dicht, eher bröckchenweise mal hier, mal dort. Übersichtlicher. Weitsichtiger. Und von weitem sieht sie trotzdem aus wie jede andere Skyline. Die Zwischenräume gehen verloren. Das durfte ich am Miami Beach feststellen, zu dem wir nachmittags mit dem Rad fuhren. Die Gold Coast eignet sich hierzu definitiv besser als die hügelige Landschaft um Sydney...
Abends schlenderten wir noch über die nicht so spektakulären und sehr touristischen Nightmarkets, bevor wir den Rest des Abends auf der Couch ausklingen ließen, da ich am nächsten Morgen schon wieder früh hoch musste, um meinen 4-tägigen Roadtrip anzutreten.
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