Montag, 7. März 2016

Life is better at the beach

Die letzte Woche habe ich viel am Strand verbracht, das Wetter ist hier - wie man daraus vielleicht schließen kann ;) - immer noch sehr gut, auch wenn kalendarisch schon Herbst ist. 
Meine mittlerweile bereits 5. Arbeitswoche verlief wieder entspannt und ohne besondere Vorkommnisse. Montag bis Mittwoch hab ich mit den Kindern die üblichen Sachen unternommen: Hobbys, Spielplatz, Schaukel. Ich bin sehr froh, dass sie gerne Zeit draußen verbringen - da vergeht sie immer wie im Flug. Die Vormittage waren ruhig, das ist nach einem erlebnisreichen Wochenende ziemlich angenehm. Bücher lesen, Blog schreiben, Flug buchen. Flug buchen? Ja, ich habe meinen ersten Flug gebucht und plane fleißig meinen ersten Urlaub. Ende April, wenn die Kinder Schulferien haben und für eine Woche bei den Großeltern sind, geht es für mich nach Cairns und ans Great Barrier Reef. Ich kann es jetzt schon kaum noch erwarten! :)
Am Donnerstag hab ich mich mittags auf den Weg zum Bondi Beach, einem der südlichen Strände und wohl auch der bekannteste Sydneys, gemacht. Mit Fähre und Bus habe ich 1,5h gebraucht, ist also nicht mal eben um die Ecke. Und nur des Strandes wegen lohnt es sich meiner Meinung nach leider nicht. Es ist ein Strand. Ein schöner Strand. Aber davon gibt es hier viele (da kann Manly locker mithalten). Und die sind längst nicht so überfüllt und touristisch. Die Menschenmenge hat mir irgendwie die Lust verdorben, mich an den Strand zu legen, weshalb ich mich dann entschloss den 6km und ca. 3h langen Bondi to Coogee Costal Walk (→ Map) zu machen. Angefangen - wie der Name schon sagt - am Bondi Beach, geht es durch verschiedene Parks entlang des Tamarama und Bronte Beach, vorbei am Waverley Cemetery weiter zum Clovelly Beach, Gordons Bay und dem Dolphin Point bis hin zum Coogee Beach. Wirklich wunderbar, schön und jeden Schritt wert! Auch wenn kaum Schatten auf wem Weg vorhanden ist... Also regelmäßig die Wasserflasche an einer der zahlreichen Trinkstationen wieder auffüllen und die Sonnencreme nicht vergessen (was man hier aber generell nicht sollte), denn die Sonne ist gnadenlos. Am Coogee Beach kühlte ich mich kurz ab, ging aber wegen des hohen bzw. starken Wellengangs nicht ganz rein. War trotzdem erfrischend und ein guter Abschluss. 
Am Freitag bin ich mit dem Jungen zu einer Spielgruppe gefahren - eine andere Mutter hatte diese empfohlen. Er hatte allerdings mehr Spaß an der Busfahrt und wäre am liebsten direkt wieder zurück gefahren :D Bis sein Freund aus dem Kindergarten eine halbe Stunde später dazu kam, war er nicht für die anderen Kinder, die Spielsachen und den tollen Außenbereich zu begeistern, aber schließlich scheint es ihm doch gefallen zu haben. Wir sind dann zusammen mit seinem Freund und der Mutter in der deutschen Bäckerei "Brezel Bar" essen gewesen - die Brezel und der Käsekuchen waren unglaublich gut. Belegte Brötchen und vernünftiges Brot gibt es dort auch zu kaufen, auch wenn es seinen Preis hat... Schön, ein Stück Heimat in der Nähe zu wissen! Nach einem kurzen Zwischenstopp in der Bücherei war es auch schon Zeit, seine Schwester aus der Schule abzuholen und zusammen den Nachmittag mit einem Eis am Strand ausklingen zu lassen. 
Samstag bin ich zu einem von einem Reiseveranstalter organisierten Au Pair Treffen gegangen, einfach um noch mehr Leute kennen zu lernen. Denn das ist das Einzige, was mir hier noch etwas fehlt. Anschluss. Aber das ist ein anderes Thema...  Es war ganz okay, mehr aber auch nicht. Immerhin gab es kostenlos Kaffee und Kuchen. Anschließend bin ich zum Manly Beach gelaufen, wo noch bis Sonntag die Australian Open Of Surfing stattfanden, und habe bei einer der Skater-Veranstaltungen zugeschaut. Ab 16 Uhr fingen die kostenlosen Konzerte auf der MTV Music Stage an, wo ich dann zunächst der Band Kita Alexander und schließlich Angus & Julia Stones lauschte. Tolle Atmosphäre so direkt am Strand mit dem Sand unter den Füßen! Nach einem Ben & Jerry's ging es mit Lenah ins Steyne, wo wir Bier tranken, der Musik lauschten und ich versuchte, den Gesprächen, die sie mit anderen dort angetroffenen Freunden führte, zu folgen. Bei der Lautstärke eher unmöglich... was mir dann leider immer mehr das Gefühl gab, außen vor zu stehen bzw. überflüssig zu sein. Nachdem wir unseren Standort ins Ivanhoe Hotel verlegten, machte ich mich nach einer kurzen Tanzrunde schließlich auf den Weg nach Hause - ich hatte einfach keine Lust mehr. Außerdem war ich für Sonntagmorgen zu meiner ersten Fahrstunde verabredet.
Ab nächster Woche muss ich die 6-Jährige und eine Freundin zum Tennis bringen, da die Mutter, die das sonst übernommen hat, anfängt zu arbeiten, weshalb mich eben diese um kurz nach 9 abholte. Wir fuhren auf - glücklicherweise - noch nicht ganz so geschäftigen Straßen zum Tennisplatz und zurück. Ich bin auf Zypern schon einmal für ein paar Tage links gefahren, deshalb war es nicht ganz so seltsam, aber an die Gangschaltung auf der linken Seite kann ich mich einfach nicht gewöhnen. Und anstatt zu Blinken, setzte ich ständig die Scheibenwischer in Bewegung. Ich fühlte mich wie ein Fahranfänger :D
Anschließend lief ich wieder zum Strand und schaute für ein paar Stunden in der heißen Mittagshitze den Semi-Finals und Finals der Männer und Frauen beim Surfen zu und war froh, als es Zeit wurde zur Fähre zu laufen. Denn zusammen mit Sophie fuhr ich zum Circular Quay und weiter nach Kirribilli, einem Stadtteil von Sydney auf der gegenüberliegenden Seite der Harbour Bridge. Dort wollten wir eigentlich in ein bestimmtes Café, was allerdings schon geschlossen hatte, sodass wir unseren Plan umschmeißen mussten. Wir liefen zum Dr. Mary Booth Lookout und entlang des Ufers in Richtung Brücke. Was uns dort geboten wurde, war ein einmaliger Ausblick auf die Skyline von Sydney - einfach nur empfehlenswert! Wir machten noch einen kurzen Zwischenstopp im Luna Park, einem Vergnügungspark ebenfalls direkt am Hafenufer, beschlossen aber, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht stimmt und schipperten mit der Fähre zurück nach Manly. Gut, dass wir nachmittags rechtzeitig in die Stadt gefahren sind, denn als wir an der Wharf ankamen, wartete eine unglaublich lange Schlange - bedingt durch das endende Surfevent - auf die Fähre. Und bedingt durch meinen sich nun abzeichnenden Sonnenbrand war für mich der Ausflug hier beendet. Ein leckeres Abendessen in Gesellschaft meiner Gasteltern rundete das Wochenende ab.

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