Montag, 2. Mai 2016

Fitzroy Island

(Freitag, 22. April bis Montag, 25. April 2016)

Freitagmorgen zog es mich wieder zur Marlin Marina, da dort meine Fähre Raging Thunder zur Fitzroy Island abfahren würde. Nicht ganz so früh wie am Dienstag, aber immer noch früh genug ;) Eine gute Stunde ist man unterwegs, dieses Mal schaffte ich es ohne Tabletten mit starker Konzentration auf den Horizont die Fahrt zu überstehen. Ich kann es generell nicht gut ab, wenn ich mich bei einem sich bewegenden Untersatz nicht auf die Umgebung konzentriere. Da kann mir schon schlecht werden, wenn ich einfach nur als Beifahrer im Auto eine Nachricht auf dem Handy lese...
Ich hatte nur den Transport zur Insel gebucht, die Zeit bis zur Rückkehr zum Festland stand mir zur freien Verfügung. Ich beschloss, zunächst etwas die Insel zu erkunden und - vorbei an der Seeschildkröten-Rehabilitierungs-Station - zum Leuchtturm und dem höchsten Punkt von Fitzroy Island zu laufen. Hätte ich gewusst, was für unglaublich steile Wege und Treppen auf mich zukommen würden, hätte ich mir das in dem warmen Klima wohl doch anders überlegt. Aber einmal angefangen, wollte ich nicht umkehren. Und es hat sich gelohnt! Ein schöner Ausblick über die Insel und auf die Küste von Cairns und vor allem die Regenschauer, die immer wieder auf das Land zuzogen, waren wirklich faszinierend zu beobachten. 
Wieder beim Anleger angekommen, lieh ich mir für den restlichen Nachmittag eine Schnorchelausrüstung, schloss meine Sachen weg und verbrachte viel Zeit im Wasser. Das Besondere ist, dass man vor Fitzroy Island schnorcheln kann und nicht auf das offene Meer hinaus fahren muss, da das Riff bis fast zum Strand reicht. Wieder super viele und super schöne Fische und Korallen. Aber ich muss zugeben, dass es mir auf dem offenen Meer um einiges besser gefallen hat. Ich hatte an diesem Tag leider ständig panische Momente, da ich für meinen Geschmack viel zu nah an allem dran war. Man schwebt teilweise nur wenige Zentimeter über dem ganzen Geschehen und weiß gar nicht, wohin mit seinem Körper. Ich hatte dauerhaft Angst mit meinen Flossen und irgendwelchen Bewegungen irgendetwas zu berühren, womöglich sogar zu beschädigen. Das war irgendwie sehr beklemmend. Und nicht so entspannt wie am Dienstag. Nachdem ich meine Ausrüstung wieder abgegeben hatte, bin ich noch etwas am Strand spazieren gegangen, der mich total in seinen Bann gezogen hat. Der Strand bestand nämlich nicht aus Sand, sondern aus alten, angeschwemmten Korallenstücken. Und wenn man drauf gelaufen ist, hat es so ein klirrendes Geräusch ergeben. Eine ganz besondere Musik in meinen Ohren :)
Während der späten Abendsonne ging es zurück nach Cairns. An meinem letzten Abend zog ich noch einmal mit meinen Zimmergenossen los, bevor ich am nächsten Tag schon wieder zurück nach Sydney fliegen würde. Ein guter Abschluss einer ereignisreichen, einzigartigen, beeindruckenden, viel zu schnell vorbei gehenden Woche. 
Samstag frühstückte ich im Pancake House, welches ich am ersten Tag entdeckt und mir für meinen letzten als "Treat" aufgehoben hatte. Bis ich von meinem Flughafen-Shuttle abgeholt wurde, verbrachte ich meine verbleibende Zeit ganz entspannt und in Gesellschaft von Amanda auf dem Balkon meines Hostelzimmers - für etwas anderes reichte meine Energie einfach nicht mehr. Auf dem Rückflug hatte ich einen Fensterplatz und die Möglichkeit, einen letzten Blick auf Cairns während des Sonnenuntergangs zu werfen. Und wieder einmal: traumhaft schön!

Ich muss sagen, dass es mir insgesamt so gut in Cairns gefallen hat, dass ich die Tage nach meiner Rückkehr immer etwas wehmütig wurde, wenn ich daran zurück dachte. So viele wunderschöne Orte habe ich sehen und so viele besondere Sachen unternehmen und erleben dürfen. Auch wenn ich in dieser Woche viel Geld ausgegeben habe, finde ich, habe ich es richtig investiert. Solche Erinnerungen sind für mich unbezahlbar.

Am Sonntag und Montag hatte ich das Apartment ganz für mich allein, die Familie war noch unterwegs. Das ließ mir Zeit und vor allem Ruhe, mich von meinem "Urlaub" zu erholen, Schlaf nachzuholen, zu entspannen, Fotos zu sichten, die Woche Revue passieren zu lassen, die ganzen Eindrücke zu verarbeiten und einfach Kraft zu tanken, bevor es mit dem Arbeitsalltag wieder losgehen würde. Vom Feiertag am 25. April (Anzac Day) bekam ich nicht viel mit, was wohl aber auch daran lag, dass ich die Wohnung trotz guten Wetters wegen den zuvor erwähnten "Aktivitäten" nur kurz für einen frozen yogurt am Strand verließ. Aber man muss es ja auch nicht übertreiben... ich denke, die vergangene Woche war ereignisreich genug ;)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen