Samstag, 13. Februar 2016

Die Deutschen sind einfach überall

Da ist man am anderen Ende der Welt und trotzdem rennt man täglich in deutschsprachige Situationen... Ob es die zwei Männer an meinem ersten Tag am Strand sind, die erste Mutter von einem befreundeten Kind, die mir in der Schule der 6-Jährigen vorgestellt wird, Touristen in den Botanical Gardens von Sydney (und auch eigentlich überall sonst in der Stadt und in Manly), der "Club der deutschen Mütter" auf dem Spielplatz oder andere Au Pairs. Überall! Wirklich! 
Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber ich bin ja eigentlich hier, um Englisch zu sprechen. Und dann höre ich an jeder Ecke Deutsch. Ich versuche schon gar nicht mehr hinzuhören, aber ganz vermeiden kann man es dann doch nicht. Klar, es ist auch mal ganz angenehm, ab und an seine Muttersprache zu sprechen - es ist eben einfacher, man kann sich besser ausdrücken -, aber dennoch bin ich froh und freue mich über die Herausforderung mein Englisch und mein Verständnis der Sprache zu verbessern, das Vokabular zu erweitern, sich einfach sicher zu fühlen. Und das geht nunmal nicht auf dem bequemen Weg oder indem man ständig in die Muttersprache zurück fällt. 
In Amerika hatte ich während meiner Au Pair-Zeit eigentlich ausschließlich deutsche Au Pair-Freunde. Ich möchte diese Zeit niemals missen, es war ein großartiges Jahr mit großartigen Menschen, aber in der Freizeit hab ich deshalb überwiegend Deutsch gesprochen und mein Englisch nicht so gefördert, wie ich es hätte fördern können oder wollen. 
Ich habe hier mittlerweile schon ein sehr nettes deutsches Au Pair kennen gelernt, aber auch ein paar aus anderen Ländern, weshalb ich hoffe, dass es dieses Mal etwas internationaler wird. Man wird sehen, planen kann man so etwas ja nicht. Letztendlich liegt es daran, ob und mit wem man sich gut versteht, Interessen teilt und einfach auf einer Wellenlänge liegt und mit wem nicht.

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