Dienstag, 1. März 2016

Wave after wave

Meine 4. Arbeitswoche startete eher ruhig, nahm aber im Laufe der Zeit immer mehr Fahrt auf. 
Am Montag ist der Junge 4 Jahre alt geworden - natürlich ein Grund zu feiern! So richtig kamen wir aber aufgrund von Schule und Nachmittagsbeschäftigung erst am Abend dazu. Wir gingen im Manly Warf Hotel essen, beobachteten die vielen Fische, bastelten mit Knicklichtern diverse Schmuckstücke, sagen Geburtstagslieder [ich auch eins auf Deutsch ;)] und aßen Kuchen. Allerdings etwas zu spät... Völlig aufgedreht sind die Kiddies zu relativ später Stunde durch die Wohnung gerannt. Nun gut, kommt ja nicht jeden Tag vor und man wird ja schließlich nur einmal 4! 
Dienstag und Mittwoch war es ziemlich umspektakulär, egal ob freizeit- oder arbeitsbedingt. Die Tage waren sehr heiß, sodass ich mich gerne im Haus verkrochen habe - ein Hoch auf die Klimaanlage! - oder mit den Kindern an den Strand gegangen bin. Wir waren das erste Mal am Promenadenstrand am Hafen - ich muss aber sagen, dass ich Little Manly mit den Kindern bevorzuge. Er ist zwar auch ruhig was die Wellen angeht, aber je nach Wetterlage (Regen oder Sturm) ist das Wasser und auch der Strand selbst relativ dreckig. Nicht ganz so schön wenn die Kinder auf einmal einen riesigen, muffigen Schwamm durch die Gegend schmeißen... ;)
An meinem freien Donnerstag war es dann endlich soweit: Meine erste (Probe)Surfstunde an der Manly Surf School für 70$ pro Einheit (120 Minuten)* inklusive Board und Wetsuit stand an. Meine Güte, war ich aufgeregt!!! Vor allem als ich den hohen Wellengang sah... Überpünktlich verließ ich das Haus, um dann festzustellen, dass der Weg doch weiter als gedacht ist - ich kam aber trotzdem noch rechtzeitig bei dem Gebäude an. Schnell noch Unterlagen ausgefüllt, quetschte ich mich im nächsten Moment auch schon in den Wetsuit. Bei bereits morgens um 9 Uhr unglaublich hohen Temperaturen gar nicht so einfach. Ich hatte Glück, dass der Kurs nicht ausgebucht und nur aus 8 weiteren Personen aufgeteilt auf zwei Surflehrer bestand. Und dann auch noch alles Anfänger - perfekt! Uns wurde jeweils ein riesiges Softsurfboard zugeteilt (die sind für Anfänger am besten geeignet) und dann ging es auch schon los. Wir mussten die Dinger erst einmal 500m über den Strand schleppen, um zu der richtigen Stelle zu gelangen (wegen der Strömungsverhältnisse) - allein das war ein riesiger Kraftaufwand. Schon völlig aus der Puste wurden uns die Grundregeln erklärt und die Trockenübungen auf dem Sand gezeigt. Es wurde nicht lange gefackelt & die ersten Beiden mussten ins Wasser - ich war eine von ihnen. Und da war ich auf einmal so aufgeregt, dass mir regelrecht schlecht wurde. Aber viel Zeit zum Nachdenken hatte ich nicht. Nachdem ich das Board ins Wasser gewuchtet und mich drauf gelegt hatte, ging es ans Paddeln. Unglaublich. Anstrengend. Wirklich! Aber der Surflehrer war die ganze Zeit an meiner Seite und unterstützte mich wirklich gut. Er half mir dann auch, das Board zu drehen, und meine erste Welle zur richtigen Zeit zu erwischen. "Are you ready?" - Bleibt mir etwa etwas anderes übrig?! Und dann wurde ich mitgezogen. Nun lag es an mir, aufzustehen. Hat nicht ganz geklappt - aber immerhin auf die Knie hab ich es gebracht und bin so bis zum Strand "gesurft". Ich denke, für den Anfang ganz okay :D
Nach kurzer Verschnaufpause (die ich auch bitter nötig hatte), ging es für mich ein paar weitere Male ins Wasser. Mal stand ich ganz gut auf dem Board und kam bis zum Strand, mal verlor ich das Gleichgewicht nach wenigen Sekunden und fiel zurück ins Wasser und (ein)mal kam ich gar nicht hoch. Man muss halt wirklich den richtigen Moment und sein Gleichgewicht finden. Spaß gemacht hat es aber allemal! Nach zwei Stunden war ich dann knallrot (trotz Sonnencreme), am Ende meiner Kräfte (und der Einheit) und unglaublich froh, dass wir die Surfboards nicht zurück schleppen mussten, da noch weitere Einheiten stattfanden.
Lenah, eines der niederländischen Au Pairs, welche mir auch die Schule empfohlen hatte, holte mich vom Strand ab und wir stärkten uns im Café Jellyfish mit super leckern Muffins und Smoothies. Den Rest des Tages genoss ich am Strand und zu Hause.
Freitags verbrachte ich meinen Tag mit Muskelkater & dem 4-Jährigen, der leider ständig über bzw. mit seinen neuen "superfast running shoes" stolperte und sich, noch bevor wir seine Schwester an der Schule abgesetzt hatten, das Knie aufschlug. Super Start! Aber er blieb tapfer... Wir waren zusammen mit Lenah und ihrem 2-Jährigen im Café Fika Swedish Kitchen - dort gab es unglaublich süße Babyccinos (Milchschaum mit Schokopulver & Marshmallow) für die Kleinen und unglaublich leckere Mochas (Schokoladenkaffee) für uns -, anschließend in der Bücherei und im Aquarium. Nachmittags gab es an der Schule der 6-Jährigen ein BBQ und am Strand fand eine Geburtstagsfeier statt. So geht ein langer Tag wirklich schnell um. Kaputt und müde war ich am Ende trotzdem.
Etwas ruhiger ging es dann am Samstag zu. Ich schlief aus, schmiedete Reise- und Unternehmungspläne für die kommenden Wochen (und buchte spontan einen Trip für den nächsten Tag) und ging mit Sophie zum Manly Beach, an dem vom 27. Februar bis zum 6. März die Australian Open Of Surfing stattfinden. Wir schauten ein bisschen den Wellenreitern zu, holten uns etwas zu Essen und genossen den Abend. Früh ging es für uns dann schließlich nach Hause, denn...

* Je mehr Einheiten man in einem Paket zusammen bucht, desto günstiger wird es.

2 Kommentare:

  1. Also irgendwie muss ich immer schmunzeln, wenn ich "Manly" lese... man stelle sich vor, in Deutschland würde ein Ort "männlich" heißen! :D
    Das mit dem Surfen stell ich mir nicht soo einfach vor... hätte aber auch nicht gedacht, dass die Bretter wirklich schwer sind. ;)

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    1. Naja, die normalen Bretter glaub ich sind wirklich nicht so schwer (und nicht so groß), die für die Anfänger allerdings schon :D

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