(Dienstag, 16. August bis Sonntag, 21. August 2016)
Die Überschrift beschreibt meine letzte Woche schon ganz gut...
Nachdem ich am Dienstag Morgen um halb 8 mit dem Bus (12,5h Fahrt mit Unterbrechungen / Pausen) relativ ausgeschlafen in Sydney an der Central Station ankam, hetzte ich zum Zug, der mich zum Circular Quay brachte und von dort nahm ich die Schnellfähre nach Manly, anschließend hechtete ich den Berg zu unserem Haus hoch, legte meinen Rucksack ab, zog mich um und fuhr wieder los, damit ich pünktlich um 9 Uhr bei meinem neuen Job auf der Matte stehe. Mein Plan war ursprünglich so schön und so entspannt - und dann steht der Bus im Stau. Haha, so etwas ist doch typisch! :D
Tatsächlich noch pünktlich begrüßte mich die Mutter des 6 Monate alten Mädchens und zeigte und erklärte mir vormittags die Routine und meinen typischen Arbeitstag. Ich werde in den kommenden Monaten zwei volle Tage (ca. 8h) auf das Baby aufpassen, normalerweise Donnerstag und Samstag, aber da meine Gastmutter in dieser Woche in den Urlaub flog, war direkt in der ersten Woche alles etwas außer Plan, aber dazu später mehr. Nachmittags wurde ich dann ins kalte Wasser geworfen und war auf mich allein gestellt. Ich habe zwar schon auf ähnlich junge Kinder aufgepasst, aber das ist schon ein bisschen her und doch ganz anders als Kinder im Kindergarten- oder Schulalter. Aber es lief alles gut, das Baby ist bisher sehr entspannt und überhaupt nicht fremdenscheu, sie schläft noch sehr viel und macht es mir insgesamt relativ einfach. Ich bin gespannt, wie sich das noch weiter entwickelt.
Mittwoch war wieder ein (fast) normaler Arbeitstag in meiner Gastfamilie, das übliche morgendliche Helfen in der Küche, das Abholen und Bespaßen der Kinder am Nachmittag und das Kochen des Abendessens. Vor der Arbeit morgens um 6 skypte ich sogar noch mit meinen Eltern, denn die kommen bald zu Besuch und unsere zwei freien gemeinsamen Wochen müssen schließlich verplant werden. Der Roadtrip steht in seinen groben Zügen, der Campervan ist gebucht, Näheres gibt's dann zu gegebener Zeit :)
Was sich am Mittwoch jedoch änderte: meine Gastmutter flog für ein paar Tage mit ihrer Schwester in den Urlaub. Das bedeutete für den Rest der Woche: Arbeit, Arbeit, Arbeit.
Im Nachhinein muss ich jedoch sagen, dass es nicht so schlimm war, wie erwartet. Mein Gastvater kam für seine Verhältnisse relativ früh nach Hause, sodass er - bis auf einmal - die Kinder abends ins Bett brachte. Der 4-Jährige und ich verbrachten zwei sehr entspannte preschool-freie Tage überwiegend zu Hause (Handwerker im Haus) und während des Mittagessens jeweils in Gesellschaft von Caro am Donnerstag und Marie am Freitag, bis wir das Mädchen von der Schule abholen mussten. Und auch die Nachmittage waren okay, Donnerstag stand Klavierunterricht auf dem Plan und Freitag verbrachten wir mit frozen yoghurt am Strand. Das Wetter ist zur Zeit wirklich gut, zwischen 20 und 25°C inklusive Sonnenschein lassen auf ein baldiges Winterende hoffen. Abends fiel ich dennoch ziemlich früh und müde ins Bett, wahrscheinlich war ich auch noch etwas ausgelaugt von meinem Wochenendtrip.
Samstag Vormittag habe ich zunächst für ein paar Stunden auf das Baby aufgepasst, nachmittags wurde ich dann von meinem Gastvater gebraucht. Es stand nämlich Besuch auf der Matte. Genau für dieses Wochenende haben sich die Kinder einer befreundeten Familie für ein sleepover, also eine Übernachtung, angemeldet. Ebenfalls alles halb so schlimm bzw. anstrengend wie befürchtet. Da ich die Kinder der anderen Familie ganz gut kenne, lief alles wie von selbst und mein Gastvater war - ich muss zugeben wider Erwartens - eine ziemlich große Hilfe. Er hat die Kids bespaßt während ich mich um Haushalt und Essen kümmerte. Nach einem kurzen Drama, in welches Blut und Geschrei verwickelt war, aber dank eines Pflasters und eines Cupcakes glimpflich ausging, und dem finalen Bettfertig-Machen durfte ich den Rest meines Abends kinderfrei genießen. Netflix lässt grüßen.
Die Kids waren glaube ich länger wach als ich (ich werde alt...) und definitiv früher wieder fit. Um 6 Uhr war meine Nachtruhe vorbei, das Aufstehen konnte ich allerdings noch etwas hinauszögern. Da mein Gastvater meinte, er brauche am Sonntag meine Hilfe nicht, habe ich mich nach einem entspannten Vormittag mit Marie getroffen und zusammen sind wir über Watsons Bay nach Bondi gefahren, um dort auf den Bondi Markets, die jede Woche samstags von 9-13 Uhr & sonntags von 10-16 Uhr stattfinden, etwas zu stöbern. Ein wirklich sehr schöner Markt mit vielen schönen Ständen und vielen schönen Dingen, die man erwerben kann. Nicht so super touristisch mit den typisch australischen Souvenirs. Im Anschluss haben wir uns noch mit Kaffee und Sushi an den Strand gesetzt, bis es uns durch die untergehende Sonne zu kalt wurde und wir uns wieder auf den Weg zurück nach Manly machten.
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