Montag, 18. April 2016

It's always hard to say goodbye

(Montag, 04. April bis Sonntag, 10. April 2016)

Vor allem für den 4-Jährigen. Vor allem letzte Woche.
Aber die war insgesamt nicht so seine...
Die letzte Woche vor den Schulferien war gefüllt mit wechselhaftem, aber doch eigentlich überwiegend gutem Wetter, mit Aktivitäten voll verplanten (Arbeits)Nachmittagen, kurz aufflammender sportlicher Motivation und sich in der Schule verbreiteten Läusen, die unserem Haushalt jedoch glücklicherweise fern blieben.
Am erwähnenswertesten ist aber die momentane (anstrengende) Situation mit dem Jungen. Fing für ihn die Woche schon nicht so toll mit einem kleinen "Toiletten-Unfall" [kann mal passieren ;)] auf dem Weg vom Kindergarten zur Schule seiner Schwester an, so ging es mit seiner Laune im Laufe der Tage auch noch stetig bergab. Zumindest wenn es um das Verabschieden seiner Mutter ging. Am Mittwochmorgen ist er schreiend, vor mir weglaufend und an seiner Mutter klammernd in Tränen ausgebrochen, als es Zeit wurde von ihr Abschied zu nehmen. Es lief letztendlich darauf hinaus, dass ich ihn loslösen, festhalten und dabei seinen Tritten ausweichen musste und ihn - er ununterbrochen am Weinen - den ganzen weiten, nicht ganz hügelfreien Weg zum Kindergarten tragen musste. Alle Überredenskünste oder Ablenkungsmanöver seiner Mutter und meinerseits schlugen fehl. Meine Arme waren danach Wackelpudding... Samstagabend wiederholte sich das ganze Schauspiel - nur, dass ich ihn dieses Mal nicht tragen, sondern dazu bringen musste, mit mir und seiner Schwester in der Wohnung zu bleiben, während die Eltern sich auf den Weg in die Stadt machten. Ich musste alle möglichen Fluchtwege abschließen, damit er mir nicht ausbüchst. Nach einer gewissen Zeit hat er sich bisher jedes Mal wieder beruhigt und alles ist gut, als wäre nichts gewesen. Aber bis dahin ist es eine anstrengende Ewigkeit.
Und wir wissen nicht so recht, woher das kommt - vorher hatten wir damit noch nie Probleme. Er war zwar immer schon Herr der lang gezogenen Verabschiedungen, aber der dramatische Aspekt ist neu. Mal sehen, wie sich das so in den nächsten Wochen entwickelt.
An meinem freien Donnerstag bin ich mit dem Bus nach Palm Beach, dem nördlichsten der Sydney-Strände (Northern Beaches), gefahren. Dauert ca. 1,5 h (mit dem Auto ist man etwas schneller), lohnt sich aber auf jeden Fall. Vorbei an all den zahlreichen Stränden [Freshwater, (North & South) Curl Curl, Dee Why, Long Reef, Collaroy, (North & South) Narrabeen, Warriewood, Mona Vale, Basin, Bungan, Newport, Bilgola, Avalon, Whale] kann man beobachten, wie die Häuser größer, schöner, pompöser, teurer werden. Manchmal wusste ich gar nicht, wo ich zuerst hingucken sollte: nach rechts, Richtung Strand und Küste, oder nach links, Richtung Landesinnere. Da ich es liebe, mir Häuser anzuschauen, entschied ich mich überwiegend für das Letztere :D 
Mit einem schönen Ausblick auf einen ebenfalls schönen Strand (wie eigentlich fast jeder hier in Australien) sollte ich später noch belohnt werden. Denn am Palm Beach angekommen erwartete mich ein fast orangefarbener Sand und Menschenleere. Auch wenn das Wetter an dem Tag nicht komplett auf meiner Seite stand (überwiegend bewölkt, regnerisch), war es angenehm - vor allem als ich mich nach einem kurzen Strandspaziergang auf den Weg zum an der Spitze auf einer Erhöhung liegenden Leuchtturm machte. Die Stufen waren nämlich nicht Ohne... Aber für den Ausblick, der sich mir über die Bucht, die Strände, die Küste bot, absolut lohnenswert! Zur richtigen Jahreszeit soll man von dort sogar Wale beobachten können.
Eigentlich wollte ich den Nachmittag mit einem Buch in dem Café The Little Marionette direkt an der Strandpromenade verbringen, es reichte dann aber leider nur noch für eine kurze Kaffeepause inklusive sehr leckerem Bananenbrot, da um 15 Uhr der Bürgersteig hochgeklappt wurde. Mit mir als einziger Gast nachvollziehbar... Also fuhr ich zurück und nutze die restlichen Stunden zum skypen - auch immer wieder wunderbar :)
Freitags bin ich nach Feierabend zu einer Freundin von Lenah gelaufen. Wein- & Filmabend in gemütlicher Runde und ein schöner Start ins Wochenende.
Am Samstag war ich mit Sophie im Café Three Beans, wo wir einen entspannten frühen Nachmittag verbrachten. Abends musste ich wie gesagt Babysitten und Sonntag verbrachte ich überwiegend mit Netflix in meinem Bett. Muss auch mal sein ;) Abends kam Sophie dann noch vorbei, da meine Gasteltern sie zum Essen eingeladen hatten. So ging ein entspanntes Wochenende viel zu schnell vorbei.

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