(Montag, 11. April bis Freitag, 15. April)
Alle Kinder schreien freudestrahlend: "Endlich Ferien!" - Alle Au Pairs fangen an zu weinen.
Nein, ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Aber es bedeutet natürlich mehr Arbeit. Ich hab es allerdings ganz gut getroffen, denn meine Gastmutter ist sehr unterstützend und entgegenkommend und ich muss nur die erste der beiden Ferienwochen arbeiten und habe die Möglichkeit, die zweite ganz nach meinen Vorstellungen zu gestalten und meinen ersten richtigen Urlaub zu planen. (Wer es noch nicht mitbekommen hat: es geht für mich nach Cairns / Queensland! :D)
Montag fing schon gut an, da beide Kinder für ein paar Stunden in einem Tennis- bzw. Spielcamp untergebracht waren. Zeit, um Blogeinträge nachzuholen und ein Buch zu lesen. Im Anschluss sind wir zunächst nach Hause gefahren, um gemütlich Mittag zu essen und uns dann bei Yogurtland auf dem Corso mit einem frozen yogurt zu belohnen. Den Nachmittag ließen wir auf dem Spielplatz in Gesellschaft von Sophie und ihrem Gastkind, welches im selben Alter ist wie mein Mädchen, ausklingen.
Dienstag musste ich erst ab 13 Uhr arbeiten und nach einem Frisörbesuch für den Jungen hieß es wieder Spielplatz, wieder Eis (free cone day von Ben & Jerry's direkt am Manly Beach - was gibt's besseres?!), wieder die Gesellschaft von Sophie & Gastkind. Perfekt!
Am Mittwoch hatte ich meinen freien Tag, den ich aber mit meiner Gastmutter und den Kindern im Taronga Zoo in Mosman verbrachte. Wunderschöner, grüner Zoo mit wunderschönem Blick auf die Skyline. Ich glaube ich wiederhole mich mit diesem Part immer wieder - aber die Stadt ist einfach von allen Seiten schön anzusehen! :) Als erstes zog es uns auf meinen Wunsch zu den einheimischen, australischen Tieren. In dem Bereich kann man sogar teilweise ins Gehege laufen und den Tieren (vor allem Kängurus & Wallabys) besonders nahe kommen. Uns faszinierte auf dem Weg zur Vogelschau vor allem der Kletterparcourse hoch oben in den Bäumen über dem Zoo - ich komme auf jeden Fall noch einmal wieder und werde das ausprobieren, sieht nach ziemlich viel Spaß aus! Vorbei an den Giraffen (die haben definitiv den besten Blick auf die Stadt!) und den bemalten Elefanten ging es entlang des Rainforest Trails zum Foodcourt, wo wir eine Mittagspause einlegten. Es ging weiter zur Seelöwen-Show (die Kids waren begeistert!) und schließlich zur Sky Safari, die uns über den Zoo schwebend (und mal wieder mit einmaligem Ausblick) zum Ein- bzw. Ausgang zurück transportierte und wir hundemüde unseren Ausflug beendeten. Wir fuhren noch ein bisschen in Mosman umher (eine noch schönere und teurere Gegend mit noch größeren und pompöseren Häusern als Palm Beach) und schließlich mit zwei schlafenden Kindern und einem halbschlafenden Au Pair zurück nach Manly. Den Rest des Tages verbrachte ich mit dem letzten Vorbereiten und Planen meines bevorstehenden Trips.
Donnerstag nahm ich mit den Kindern in Gesellschaft von Sophie & ihrem Gastkind die Fähre nach Darling Harbour, wo sich unsere Wege allerdings wieder trennten, da Sophie ins Wildlife und ich ins Sealife wollte. Mein Premium Merlin Annual Pass zahlt sich so langsam aus: für den Eintritt musste ich insgesamt nur 10$ bezahlen, da der Kleine sowie ich kostenlos reinkamen und ich für das Mädchen einen ordentlichen Rabatt erhielt (normaler Preis: 28$ für Kinder). Das übernehmen zwar alles meine Gasteltern, aber man kann ja trotzdem versuchen zu sparen wo es geht ;) Es war ziemlich anstrengend, da es durch die Ferien natürlich proppenvoll war und - wie ich finde - das Aquarium nicht auf ihre kleinsten Besucher ausgelegt ist (vielleicht deshalb auch kostenlos?!). Ich musste den Jungen ständig hochheben, da er nicht in die Aquarien gucken konnte, er aber natürlich verständlicherweise alles sehen wollte, was auch seine Schwester sah. Und ganz so leicht ist er dann leider doch nicht mehr... Wie es der Zufall so wollte waren Sophie und ihr Gastkind zur selben Zeit durch den Zoo wie wir durch das Aquarium, sodass wir uns zusammen zurück auf den Weg nach Manly machten. Das erleichterte Sophie und meinem völlig kaputten und müden Selbst die Arbeit um einiges, da die Kinder sich gut miteinander beschäftigten.
Abends dann das Unfassbare: Nur zwei Tage vor ihrem Abflug nach Hause an ihrem letzten Arbeitstag setzte ihre Gastmutter Sophie vor die Tür. Nach Feierabend sammelte ich die Arme mit Sack und Pack ein, da meine Gasteltern ohne zu zögern zustimmten, sie bis Samstag bei uns wohnen zu lassen. Ich habe nur eine Frage zu der gesamten Situation: Wie kann man nur?!
Freitag ging ich mit den Kindern der üblichen Routine nach: Spielgruppe (das Mädchen fühlte sich allerdings zugegebenermaßen berechtigterweise fehl am Platz), Brezel Bar, Bücherei (wo ich die Anwesenheit einer anderen Mutter ausnutze und meine gefühlt tausend Voucher für die Reise nach Cairns ausdruckte). Nachmittags gingen wir auf eine Kinder-Tanz-Barbecue-Party veranstaltet von unseren Nachbarn. Die Eltern tanzten zwar mehr als die Kinder (was wohl auch an der Musik lag...), aber es war trotzdem ein schöner Weg, eine lange Arbeitswoche abzuschließen. Leider riss nach 5 Jahren treuem Dienst meine Tiffany & Co-Halskette, die ich von meiner amerikanischen Gastfamilie zum Abschied geschenkt bekommen hatte. Darüber war ich ziemlich traurig, aber immerhin habe ich es bemerkt und kann zumindest die zwei Herz-Anhänger aufheben und an einer neuen Kette oder als Armband weiterhin tragen.
Den Abend ließen Sophie und ich gemütlich mit einem Film ausklingen, schließlich mussten wir gut ausgeruht in die bevorstehenden Tage starten.
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